Die AIR14 gehörte zweifelsohne zu den Highlights der europäischen Airshowsaison 2014. An zwei aufeinander folgenden Wochenenden im August/September feierte man mit rund 400.000 Besuchern das 100 jährige Bestehen der Schweizer Luftwaffe.

Darüber hinaus feierten die beiden schweizer Kunstflugstaffeln “Patrouille Suisse“ und “PC-7 Team“ Geburtstag: Während das PC-7 Team auf 25 erfolgreiche Jahre zurückblicken kann, bringt es die Patrouille Suisse auf gar 50 Jahre. Mehr als 300 Crews folgten der Einladung, darunter einige Exoten wie die arabische Kunstflugstaffel “Al Fursan“. Besonders stolz waren die Veranstalter auf die zahlreichen fliegenden Vorführungen schweizer Luftfahrtgeschichte: Bleriot, Morane MS406, P-51D Mustang, Dewoitine D26, Vampire, Hunter, Mirage 3, F-18 Hornet und einige mehr konnten im Flugprogramm bestaunt werden.

Die AIR14 bot uns damit eine fast einmalige Möglichkeit, einige der fliegenden Klassiker Air-to-Air fotografieren zu können. Aus dieser Idee entstand ein Mammutprojekt hinsichtlich Planung, Logistik, und Kosten, welches nur dank zahlreicher Unterstützung einiger Partner und Helfer realisiert werden konnte. Als Fotoplattform diente – wie bei unseren Fotoevents – eine Supervan 900 der DAS Aviation aus Saarlouis-Düren. Diese traf am Sonntagabend des 07. Septembers pünktlich im südbadischen Bremgarten, der Basis unseres Projektes, ein. Für die anstehenden Flüge am Folgetag wurde das Flugzeug bis spät in den Abend betankt und präpariert.

Pünktlich um 09:15 Uhr am Montagmorgen – dem Abreisetag der Teilnehmer aus Payerne – machten wir uns auf den Weg Richtung Payerne. Auf dem Weg dorthin stand bereits das erste Fotoshooting auf dem Plan: Jacek Mainka begleitete uns mit der in Bremgarten stationierten Supermarine Spitfire Mk.XVIe “TE184“ von Stephen Stead. Nach einigen Minuten in Formation über dem Schwarzwald trennten sich unsere Wege; während Jacek zurück nach Bremgarten flog, steuerten wir St. Stephan – der ersten Station unserer Tour – an. Auf die Minute pünktlich um 10:40 Uhr meldete sich Ueli Leutert alias “Papyrus“ im Funk, nur wenige Augenblicke später tauchte er im Cockpit des Papyrus-Hunter (einer Hawker Hunter Mk.58) am Horizont auf. In den folgenden zehn Minuten präsentierte Ueli uns die Hunter eindrucksvoll vor dem Bergpanorama des Obersimmental, bevor er sich in St. Stephan zur Landung meldete.

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Da sich unser Terminplan an den Ablugslots der Airshow-Teilnehmer orientierte, hieß es in den folgenden rund 50 Minuten warten, ausruhen, Bilder betrachten oder einfach die grandiose Landschaft genießen. Kurz nach dem Start in Payerne meldete sich Paul Ruppeiner, seines Zeichens Chefpilot des “Swiss Hunter Team“ aus Altenrhein, und verkündete seine kurz bevorstehende Ankunft in Gruyeres, dem Treffpunkt unseres nächsten Termins. Er pilotierte für uns den sonderlackierten PatrouilleSuisse-Hunter (ebenfalls eine Hunter Mk.58), den er am Vortag zusammen mit der PatrouilleSuisse dem Publikum in Payerne präsentierte. Die PatrouilleSuisse stand uns für diesen Fotoflug zwar leider nicht zur Verfügung, eine tolle Show bekamen wir dennoch geboten. Nachdem die ersten Bilder auf den Chip gebannt waren, gesellte sich Christoph Nöthiger mit seiner – extra für die AIR14 sonderlackierten – North American P-51D Mustang dazu. Hunter und Mustang, beide in schweizer Farben lackiert, zusammen in enger Formation fliegen zu sehen, alleine dafür hat sich der enorme Aufwand dieses Projekts gelohnt. Nach einigen Minuten und tollen Fotos löste sich die Formation auf, für uns hieß es nun – nach mehr als 3,5 Stunden Flugzeit - erstmal Mittagspause.

Die nette Crew am Flugplatz im französisichen Montbeliard erwartete uns bereits mit Kaffee und Kerosin (glücklicherweise nicht im gleichen Behältnis). Für den Nachmittag standen zwei weitere Flugzeuge auf dem Plan, daher machten wir uns gegen 13:40 Uhr auf den Weg zurück in die Schweiz, um dort über dem Bielsee die Lockheed L1049F SuperConstellation abzupassen. Gemeinsam ging es dem Jura-Gebirge entlang Richtung Basel, bevor wir nach einigen Minuten abdrehten um nochmals gen Süden zu fliegen. Ein dritter Jet-Klassiker an diesem Tag gesellte sich in Form der DeHavilland DH-115 Vampire von Peter Matti zu uns, ein mehr als würdiger Abschluss eines perfekten Tages!

Der anschließende Rückflug zurück nach Bremgarten verging recht schnell, allen Beteiligten an Bord der Supervan war die Begeisterung des Erlebten deutlich anzusehen.

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Die Liste der zu Dank verpflichteten Personen ist bei einem Projekt wie diesem sehr lang, trotzdem soll keiner unerwähnt bleiben: Reto Schneeberger (Mitorganisator), Markus Bastuck, Benjamin Breit & Holger Vierkant (Crew der Supervan), Jacek Mainka & Stephen Stead (Spitfire Mk.XVIe), Ueli Leutert (Papyrus-Hunter), Paul Ruppeiner (PS-Hunter), Christoph Nöthiger (P-51D Mustang), Ernst Frei (Super Constellation), Peter Matti (Vampire) sowie den drei Gastfotografen Richard Paver, Steffen Dörfer und Reto Fasciati. Nicht zu vergessen die namentlich unbekannten Fluglotsen von FIS und Skyguide sowie den Controllern in Payerne, die uns tatkräftig bei der Realisierung des ganzen Projekts unterstützt haben.